"Meine Wurzeln sind in Wispenstein!"
Ehemaliger Wispensteiner aus den USA feiert mit


Lothar Rossol (links) wird von Eberhard Schmah interviewt
Lothar Rossol kam 1946 als Vertriebener mit seiner Mutter und zwei Geschwistern nach Wispenstein. Auf dem Schulbild von 1949 ist er als siebter von links in der zweiten Reihe von vorne zu sehen. 1953 wanderte er mit seiner Familie in die USA aus. Carsten Lemensieck hatte ihn 1996 über das Internet wiedergefunden. In den USA hat er eine tolle Karriere gemacht. Nach dem Studium arbeitete er viele Jahre bei General Motors in der Entwicklungsabteil- ung Dann machte er sich selbständig. 10 Kollegen aus seiner Abteilung hatte er mitgenommen. Seine Firma Trellis war hochspezialisiert in Robotersteuerungen für die Autoproduktion. Vor einigen Jahren verkaufte er die Firma an Hewlett Packard und ist seitdem nur noch als Berater tätig.

Lothar Rossol war im vorigen Jahr von Andrea Brodtmann eingeladen worden. Carsten Lemensieck hatte einen persönlichen Brief der Ortsbürgermeisterin überbracht.

Er reiste zusammen mit seiner Frau Arleen am Tag vor dem Fest an und feierte mit großem Vergnügen mit. Er war überrascht, wie viele der ehemaligen Schulkameraden sich noch an ihn erinnerten. "Weißt du", sagte er zu Carsten Lemensieck, "da kamen Leute auf mich zu,

an die ich mich nicht mehr erinnern kann, schlugen mir auf die Schulter und wollten mit mir unbedingt ein Bier trinken."

Ursel Wegener sprach mich an und erzählte mir, sie habe immer noch eine Narbe zurück behalten von einer gemeinsamen Schlittenfahrt, die oberhalb der "Lieth" in einem Weidezaun endete.


Lothar mit Ursel Wegener
In einem Interview mit Eberhard Schmah bekannte Lothar Rossol unter großem Beifall, obwohl er seit 1953 in den USA lebe und auch in der Welt weit herumgekommen sei, daß seine Wurzeln in Wispenstein lägen, weil er an seine frühe Jugend in Litzmannstadt (heute Lodz) keine Erinnerung mehr habe. Seine Initialen, die er als Kind in die Wispebrücke gemeißelt habe, befänden sich immer noch dort. Auch das sei ein Zeichen für seine innere Verbundenheit mit Wispenstein.

Lothar Rossol, Hermann Wader, Ursel Wegener,
Heinz Riefling und Jürgen Dehn vor dem Festzelt