Vorwort

Der DRK-Ortsverein Wispenstein feierte im Frühjahr 2006 die Neugründung des Vereins nach dem Kriege. Vor 60 Jahren hatte sich Frauen und Männer zusammengefunden, um den Verein, der eigentlich 1914 in Leben gerufen worden war, in einem nunmehr demokratischen Deutschland neu erstehen zu lassen. Während der 12 Jahre von 1933 bis 1945 war das Rote Kreuz in Deutschland von der NS-Regierung gleichgeschaltet worden, um die Ressourcen und die Kenntnisse der Männer und Frauen während des Krieges besser  nutzen zu können.

Die Geschichte der DRK-Ortsvereins Wispenstein ist die Geschichte beherzter Frauen und Männer, die ihre Freizeit für eine gute Sache geopfert haben. Es begann im Jahr 1946 mit der Betreuung der Flüchtlinge und Vertriebenen. In den 50er und 60er Jahren wurde ein Höhepunkt in der Vereinsarbeit erreicht. Das kleine Wispenstein verfügte über mehrere DRK-Bereitschaften. Es gab eine Unfallmeldestelle und man arbeitete im Suchdienst der DRK mit, um dabei zu helfen, die im Kriege versprengten Familien wieder zusammenzuführen.

Die Frauen arbeiteten mit besonderen Engagement. Anna Schomburg und Frieda Wecke haben durch ihren langjährigen Einsatz den Ortverein entscheidend geprägt.

Obwohl sich die Aufgaben sehr stark verändert haben, ist der Ortverein Wispenstein nach wie vor sehr aktiv. In den letzten zwei Jahren wurden mehr als 10 Mitglieder neu geworben.

Den Rückblick auf die Vereinsgeschichte hat Carsten Lemensieck anhand von Protokollen und Dokumenten zusammengestellt.