Unsere Vereinsmitglieder

Die tragenden Elemente eines Vereins sind die Mitglieder. Sie schließen sich zusammen, um einen bestimmten Zweck zu erreichen oder einer gemeinsamen Sache zu dienen. Um das Vereinsleben in geordneten Bahnen ablaufen zu lassen, geben sie sich eine Satzung und wählen einen Vorstand, der den Verein leitet und nach außen hin vertritt.

Unser DRK-Ortsverein Wispenstein hat zur Zeit 59 Mitglieder. Wie die Grafik der Mitgliederentwicklung der Jahre 1990 bis 2006 zeigt, gab es in den 90erJahren der vorigen Jahrhunderts eine Schwankung zwischen 80 und 68 Mitgliedern mit einem erneuten Höhepunkt 2002 von 74 Mitgliedern.

Seitdem fällt die Mitgliederzahl ständig langsam ab. Was ist der Grund hierfür? Einerseits ist das durchschnittliche Mitgliedsalter sehr hoch. Es liegt zur Zeit bei 65,1 Jahren. 48 Mitglieder wurden vor 1960 geboren! 28 vor 1940! Der Verein hat zuwenig junge Mitglieder. Noch in den 60er Jahren lag das Durchschnittsalter bei etwa 50 Jahren.

Diese Altersstruktur hat jedoch auch eine positive Seite. Unser Verein wird von Mitgliedern getragen, die auf lange Jahre der Mitgliedschaft zurückblicken können. 25,7 Jahre ist die durchschnittliche Verweildauer im Verein: Eine fantastische Zahl, um die uns viele beneiden, die sich im Vereinsleben auskennen. Manche unserer Mitglieder sind als junger Mensch in den Ortsverein eingetreten und ihm seitdem treu geblieben. Frida Siegers z.B. trat im Alter von 26 Jahren ein und ist nunmehr im hohen Alter von 93 Jahren immer noch dabei. Sie wurde deshalb auch vom Kreisverband geehrt. Von den aktiven Mitgliedern blickt Frieda Wecke auf eine 62-jährige Tätigkeit für den Verein und das DRK zurück, erst als Kassiererin, dann als 1. Vorsitzende und für die Allgemeinheit als Gemeindeschwester für die Orte Imsen, Wispenstein, Föhrste und Röllinghausen.

Gibt es ein Mittel gegen den Mitgliederschwund? Wichtig wäre es, die Aufgaben und Ziele des Deutschen Roten Kreuzes in der Öffentlichkeit bewusst zu machen. Gerade in Zeiten der knappen Haushaltsmittel füllen Vereine wie das DRK Lücken, die vom Staat nicht mehr abgedeckt werden können, weil der Sozialstaat langsam heruntergefahren wird. Es muss also besonders bei jungen Menschen geworben werden. Das soll z.B. auch mit der vorliegenden Schrift geschehen.

Noch eine Besonderheit ist zu erwähnen: Unter den insgesamt 58 Mitgliedern stehen 55 Frauen nur 3 Männer gegenüber. Schaut man in alte Mitgliederlisten, war das Verhältnis sehr ähnlich. Lediglich während der 50er und 60er Jahre gab es kurzzeitig einen größeren Männeranteil.