In den Jahren nach dem Krieg waren die jahreszeitlichen Wetter Erscheinungen sehr stark ausgeprägt. Es gab sehr heiße Sommer und kalte Winter mit viel Schnee. 1946 lag der Schnee in Wispenstein hüfthoch. Sehr viel höher war er im Harz. Bei der Schneeschmelze kam es zu einem Jahrhunderthochwasser. Leine und Wispe traten so weit über die Ufer, daß das Gut mit seinem großen Viehbestand evakuiert werden mußte. Das Wasser reichte bis an die Hauptstraße.

Bei vielen Häusern, die von der Überschwemmung nicht direkt betroffen waren, drang das Wasser mit Macht in die Keller. Manche trugen mehr als 800 Eimer aus dem Haus - pro Tag! Pumpen gab es nicht.

Das Hochwasser 1998 blieb ca. 30 cm unter dem Niveau von 1946. Diesmal kam es nur bis zur Wispebrücke. Der Bau von Rückhaltebecken und die Begradigung zwischen Meimerhausen und Föhrste in der 50er Jahren konnten das erneute große Hochwasser nicht verhindern. 

Das Foto rechts unten zeigt ein Haus mit Hochwassermarken. Zu sehen ist oben die von 1946, unten die von 1998. Die Aufstellung des elektrischen Schaltkastens auf dem rechten Foto ist ein Beispiel, wie schnell die Menschen Katastrophen vergessen. 
Kleiner Plausch unter Nachbarn 
Photos: L. Frühauf, C. Lemensieck


Schlauchboot als Transportmittel

1998-Wasser bis zur Wispebrücke

Pegelstände 1946 - 1998 im Vergleich


Beim Hochwasser vereiste Leinebrücke (1982)