Per Internet den Freund in den USA aufgespürt
Carsten Lemensieck und Lothar Rossol trafen sich nach fast 50 Jahren

Alfeld (klu). Ein freudiges Wiedersehen gab es jetzt für zwei Männer aus Wispenstein, die sich vor fast 50 Jahren aus den Augen verloren haben, als der eine in die USA auswanderte. Der Zufall und das Internet halfen den beiden früheren Schulkameraden Carsten Lemensieck und Lothar Rossol auf die Sprünge.

Beim Surfen durch das Internet geriet Carsten Lemensieck, der nach beruflichen Zwischenstationen in Köln und Traben-Trarbach 1997 nach Wispenstein zurückkehrte, im letzten Jahr ,,rein zufällig" ins US- amerikanische Telefonbuch. Er erinnerte sich an seinen Jugendfreund und durchforstete alle amerikanischen Staaten nach dem Namen "Lothar Rossol."  Mit Erfolg: ,,Als ich auf seinen Namen stieß, wurde ich automatisch gefragt, ob ich ihm einen Brief schicken möchte", schildert Lemensieck. "Da habe ich natürlich gefragt, ob er der Lothar ist." Die Antwort kam sechs Wochen später. Als Lothar Rossol jetzt seine Familie in Grünenplan besuchte, trafen sich die früheren Freunde. "Es war, als hätte es die Jahre dazwischen nicht gegeben", freut sich Lemensieck' "wir haben uns sofort verstanden." In Erinnerung an alte Zeiten suchten sie ihre früheren Spielorte auf und ließen so manches Abenteuer wieder aufleben. "Besonders berührt hat uns, dass unsere Initialen, die wir vor 47 Jahren in den Stein der Wispebrücke geritzt 


haben, noch zuerkennen sind", sagt Lemensieck. Den Kontakt wollen die beiden nun nicht mehr abbrechen lassen. Als nächstes steht ein Besuch bei Lothar in Detroit Michigan an, freut sich Lemensieck schon jetzt.

"Als hätte es die Jahre dazwischen nicht gegeben": Carsten Lemensieck (r.) und der inzwischen in den USA lebende Lothar Rossol waren schon als Kinder dicke Freunde
Foto (di): Bohlmann

Aus der ALFELDER ZEITUNG vom 11.06.99