Blick auf den Mühlenweg

Dort, wo auch heute noch der Weg zur ,,Mühle Wispenstein" führt, war für uns Kinder, die in unmittelbarer Umgebung oder Nähe - also im Mitteldorf -wohnten, der Spielplatz.

Dieses waren u.a. : Roland Kernchen, H.H. Käse, Lothar Dietz, Heinz Riefling, Meinhard Gierschewski, Dieter Walter und Wolfgang Augustin.

Später kamen dann auch noch Jungs aus den anderen Dorfteilen - Ölligbrink, Über dem Wasser, Unterdorf - dazu und wir spielten dann mit unseren Klötzchen und Brettern - die Trecker und Anhänger darstellen sollten - Bauer oder Fuhrunternehmer. Dazu wurden dann an der Böschung des Mühlenweges Straßen angelegt, um die Ernte einzubringen oder Sand aus der Sandkuhle zu holen.

Das mit den Klötzchen und Brettern ergab sich zwangsläufig, da Geld für echtes Spielzeug nicht vorhanden war und außerdem dieses Holz im Sägewerk der Mühle reichlich vorhanden war. Dank noch an den damaligen Sägewerker. Als erster hatte unser Müllersohn Roland ein echtes Auto, denn er bekam zu Weihnachten einen Blech- LKW geschenkt. Um diesen gab es dann gelegentlich schon einmal Streit (und auch ein blaues Auge) um die Erlaubnis zur Nutzung.

Einige Jahre später, als sich das Interesse wandelte, wurde durch die o.a. Jungs dieser Mühlenweg zum Fußballplatz erkoren und es fanden hier dann heiße Spiele- zwei gegen 

zwei statt, die nicht nur einige Bälle und Schuhe, sondern erhebliche Blessuren mit sich brachten, denn auf Schottersteinen zu spielen war auch damals kein Vergnügen, aber dafür sehr spannend und irgendwann wurde dann auch der Straßenmeister ausgespielt.

Hierbei kristallisierten sich die guten und die weniger guten Fußballer heraus und man spielte schon seine Lieblingsposition, denn die Vorbilder wurden uns jeden Sonntag per Radio über den NDR ins Haus gebracht und hießen z.B. Seeler, Posipal (HSV).

So bin ich bis heute Fan des HSV geblieben.

Aus diesem angesprochenen Kreis wurden später einige gute Fußballer, die

- leider oder Gott sei Dank - nicht in Wispenstein, sondern (der Anlass war eher traurig) ihre Jugendspielzeit im Nachbarort Freden verbrachten und dort zu Leistungsträgern in der Bezirksjugendleistungsklasse wurden.

Auch durch eine vorzeitige Rückkehr nach Wispenstein konnte der Abstieg und somit das Ende der Sparte Fußball des MTV Wispenstein leider nicht verhindert werden.

Heinz Riefling